Wir befragen Kapitän Björn Bonarius nach dem Start in die Hessenliga

*** Interview mit dem Kapitän Björn Bonarius ***

Die Saison in der Hessenliga läuft und wir haben Björn mal nach dem ersten Fazit gefragt.

Björn, nach zwei Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Lorsch und Obernburg steht die Mannschaft noch ohne Punkte da:

​Ja, das ist leider richtig. Das war selbstverständlich nicht der Start, den wir uns vorgestellt haben. Dass die Spiele in Lorsch und zu Hause gegen Obernburg schwer werden würden, war uns durchaus bewusst. Nichtsdestotrotz ist es enttäuschend, dass der Auftakt so verlief. In Lorsch ist es immer schwierig, die nötigen Mannschaftspunkte zu holen und gegen die starken Gastgeber zu gewinnen. Im ersten offiziellen Heimspiel auf den neuen Bahnen gegen Obernburg war leider nicht mehr drin. Die Obernburger haben eine starke Truppe und konnten das mit einem Gesamtergebnis von über 3600 Kegeln auch eindrucksvoll unter Beweis stellen. Trotzdem müssen wir selbstverständlich an unseren Fehlern arbeiten und dürfen die Spiele nicht so leicht herschenken!
​Wie bewertest du den Saisonstart – stimmen die Ergebnisse aus deiner Sicht mit den gezeigten Leistungen überein?

​Da muss ich leider ganz deutlich sagen, dass wir beide Spiele verdient verloren haben. Wir haben in beiden Partien einfach nicht zu unserem Spiel gefunden.
Dass der Saisonstart schwierig werden könnte, war uns klar. Dass wir die Spiele aber derart deutlich abgeben mussten, ist natürlich kein guter Einstand gewesen. Dennoch lassen wir uns davon nicht entmutigen: In den nächsten Begegnungen müssen wir wieder zu unserer gewohnten Leistung finden, um die nötigen Punkte einzufahren.

​Wenn du auf die letzten Wochen der Vorbereitung und die Testspiele zurückblickst: Hat sich die Mannschaft so entwickelt, wie ihr es euch vorgestellt habt, oder fehlt aktuell noch etwas?

​Wir hatten eine sehr lange und intensive Vorbereitung – unter anderem mit vielen Spielen auf unseren neuen Heimbahnen sowie der Unterstützung durch einen Mentaltrainer. Dass wir dann im ersten Heimspiel keine 3500 Holz erspielen konnten, ist natürlich etwas ernüchternd. Nichtsdestotrotz war keineswegs alles schlecht – im Gegenteil: Wir konnten in der Vorbereitung viele Spiele gewinnen und dabei gute Ergebnisse einfahren. Intern sprechen wir offen über die individuellen Fehler und versuchen, diese im Training gezielt abzustellen. Jetzt müssen wir unsere Trainings- und Testspielergebnisse nur noch während der Saison auf die Platte zaubern. Dann bin ich optimistisch, dass wir sehr bald die ersten Zähler holen.

​Nun geht es auswärts gegen Untermain, das ebenfalls noch ohne Punkte ist. Wie wichtig ist dieses direkte Duell für den weiteren Saisonverlauf, und mit welcher Einstellung müsst ihr dort auftreten?

​Das ist ein sehr wichtiges Spiel für uns! Wir kennen die Bahnen in Kleinostheim gut und konnten dort in der Vergangenheit immer relativ gute Ergebnisse erzielen. Uns ist aber bewusst, dass durch die neue Spielgemeinschaft ein starker Kader mit guten Keglern auf uns wartet. Sie haben nicht umsonst die erste Runde im DKBC-Pokal auf heimischer Anlage mit überzeugenden Ergebnissen gewonnen. Trotzdem vertrauen wir auf unsere eigenen Stärken und werden alles geben, um das Spiel für uns zu entscheiden. Wir dürfen den Gegner auf keinen Fall unterschätzen und müssen unser Spiel von Anfang an konsequent auf die Bahn bringen, um aus Kleinostheim etwas Zählbares mitzunehmen.
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Direkt danach wartet mit Rothenbergen das nächste wichtige Spiel. Siehst du diese beiden Begegnungen bereits als richtungsweisend, oder ist es dafür zu diesem frühen Zeitpunkt noch zu früh?

​Ja, auf jeden Fall sind die nächsten Partien richtungsweisend. Sollten wir beide Spiele gewinnen, stehen wir nach vier Spieltagen mit 4:4 Punkten im gesicherten Mittelfeld der Liga. Verliert man hingegen beide oder eines der Spiele, rutscht man schnell ins hintere Drittel ab und steckt von Beginn an mitten im Abstiegskampf. Das wollen wir natürlich unbedingt verhindern.
Auswärts in Untermain wollen wir gewinnen und Selbstvertrauen tanken, um dieses eine Woche später im Heim-Derby gegen Rothenbergen zu bestätigen. Gegen Rothenbergen haben wir ohnehin noch eine Rechnung offen, da wir damals das Eröffnungsspiel verloren haben. Das wollen wir im anstehenden Ligaspiel deutlich besser machen.

​Was möchtest du der Mannschaft als Kapitän in der aktuellen Situation mitgeben, damit aus den Erfahrungen der ersten beiden Spieltage möglichst schnell die ersten Punkte werden?

​Ich möchte, dass wir in den nächsten Spielen geschlossen als Mannschaft auftreten und um jedes Holz sowie um jeden Satzpunkt kämpfen! Als Kapitän gehe ich da sehr gerne voran. Wir lernen aus den ersten beiden Spielen und arbeiten kontinuierlich an unseren Fehlern, damit wir möglichst schnell die ersten Punkte einfahren. Des Weiteren brauchen wir uns vor niemandem zu verstecken: Wir sind alle gute Kegler, haben eine starke Vorbereitung absolviert und müssen einfach auf unsere Stärken vertrauen. Ich glaube an uns und habe volles Vertrauen in jeden einzelnen Spieler!

​Wie siehst Du die Liga an sich. Zeigt die Tabelle jetzt schon die Richtung der Teams?

​Nach zwei Spieltagen lässt sich schon eine grobe Tendenz erkennen. Trotzdem muss man sagen, dass die Hessenliga auch in diesem Jahr wieder extrem ausgeglichen ist und ein hohes Niveau hat. Jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden, und der Ausgang einzelner Paarungen lässt sich nur schwer vorhersagen. Grade mit Wölfersheim, Obernburg aber auch die beiden Reserve Mannschaften aus Lorsch und Mörfelden hat man sehr starke Mannschaften in der Liga. Ebenso sind die Aufsteiger aus Stockstadt und Rothenbergen keinesfalls zu unterschätzen. Und dann hat man mit Heigenbrücken und Rüsselsheim nach wie vor zwei Vereine in der Liga, die herausragende Einzelspieler in ihren Reihen haben und immer für ein Top-Ergebnis gut sind. Wie erwähnt, darf auch Untermain keinesfalls unterschätzt werden.

Zusammenfassend kann man sagen: Es ist eine unheimlich starke und ausgeglichene Liga!